Freitag, 30. März 2007

Mariahilf Forum - Webgasse 9

Lenikus

Kommentar von: diklr am Donnerstag, 30. November 2006 18:00

Sehr geehrte Frau Bezirksvorsteher!

Am Rande einer Besitzstörungsverhandlung bei Gericht habe ich folgendes aus dem Munde des Herrn Mag. Martin Lenikus hören müssen:

"(...) der Bezirk [gemeint: Mariahilf] steht voll hinter uns, damit das Haus endlich weg ist [gemeint: Millergasse 22] (...) die Stadt Wien gibt uns sogar schon Zuschüsse zu den ganzen Verfahren (...)"

Wie ist das zu verstehen und zu deuten?

Heißt das, daß der Bezirk bzw. die Stadt Wien die Vorgangsweise des Hr. Lenikus, nämlich das Erwirken eines Räumungs- und Abtragungsauftrages (und die nunmehrige Sperre des Hauses) bei der Baupolizei (Stadt Wien) durch Vorlegen privater Gefälligkeitsgutachten, das Ignorieren der Abweisung seiner Räumungsklage in 2. Instanz (nicht rechtskräftig) und das vollkommene Ignorieren der Einstweiligen Vorkehrung des Bezirksgerichtes Innere Stadt Wien (rechtskräftig) nicht nur toleriert, sondern ausdrücklich "gutheißt"?

Wie verträgt sich das mit der Pressemeldung zum Thema "Faymann macht gegen Immo-Tycoon Lenikus mobil"?

Faymann: "Es wird in der Stadt keine
Abbruchbewilligungen geben, um einem Spekulanten zu nützen (...)"

http://www.ots.at/presseaussendung.php?schluessel=OTS_20051019_OTS0189&ch=medien

Wie verhält sich das zu Ihrem nachfolgenden Gastkommentar in der periodisch erscheinenden Zeitschrift "Wiener Bezirksblatt" vom 24.11.2003 (Ausgabe Mariahilf, Nr. 22/03, Seite 10)?

"Mitte der 80er Jahre stellte der spekulative Ankauf von Althäusern ein massives Problem im Bezirk dar. Schikanös wurden Altmieter abgesiedelt. Die leere, unsanierte Wohnung wurde dann teuer im Eigentum verkauft. Die Gebietsbetreuung konnte speziell damals den Betroffenen oft helfen.
Doch solche Problemhäuser wird es leider immer geben. So kümmern wir uns gerade jetzt - ich als Bezirksvorsteherin in Zusammenarbeit mit der Gebietsbetreuung - um die Mieter in der Millergasse [gemeint: ON 22]. Hier wurden leer stehende Wohnungen verwüstet, das Haus wird offensichtlich absichtlich dem Verfall preisgegeben. Bewohner, die noch nicht ausziehen konnten, da keine adäquate Wohnung oder Ablöse angeboten wurden, fühlen sich schikaniert. In einem anderen Objekt in der Mariahilfer Straße [gemeint: ON 17; übrigens beides Lenikus-Häuser, Anm.] ergeht es der einzig übrig gebliebenen Mieterin nicht besser. (...)"

Und wie zu Ihrem nachfolgenden Kommentar in der jeweils wochentags erscheinenden Zeitschrift "Heute" vom 29.11.2005 (Ausgabe Nr. 311, Seite 7)?

"Das hat ja alles System! Anstatt den Altbau zu sanieren, wird er abbruchreif gemacht."

Besten Dank im voraus!

Mit freundlichen Grüßen

Konrad Lichtenecker

1 Kommentar:

ernst hat gesagt…

Webgasse 9
Kommentar von: diklr am Montag, 4. Dezember 2006 10:49

Es liegt mir ja nichts ferner, als für den Spekulanten Lenikus (siehe unten) auch noch "Werbung" zu machen, aber eine "Erstinfo" gibt es hier:

http://www.pos-architekten.at/Projekte/WEBgasse/webgasse.htm